FrankenAir in der Presse

 

Obermain Tagblatt vom 22.07.2016 Manuel Stark

Drohnen sorgen für Wirbel

Der Pilot der Cessna sieht die Gefahr nicht. Einige Hundert Meter weit über dem Boden fliegt er seine gewohnte Strecke über das Maintal. Die Wiesen am Boden breiten sich wie ein grünes Meer unter ihm aus, durch das sich die Läufe des Main wie eine gigantische Seeschlange winden. Plötzlich zerreißt ein lauter Schlag die Ruhe. Systemversagen. Absturz. Eine Flugdrohne ist mit dem Triebwerk des Flugzeugs kollidiert.

Dass ein solches Szenario irgendwann Wirklichkeit wird, hält Ingo Bäuerlein für wahrscheinlich. Zumindest dann, wenn es auf Dauer keine besseren Regelungen und Begrenzungen für Drohnenflüge geben sollte. „Als Flieger sieht man die Drohne nicht. Wenn es in der Luft zu einer Kollision kommt, haben wir ein gewaltiges Problem.“

Der Mann aus Geuthenreuth bei Weismain spricht aus Erfahrung mit beiden Perspektiven: Seit zehn Jahren betreibt er eine Firma für Luftbildfoto- und Videoaufnahmen. Während er mit dem Flieger regelmäßig für Fotos mit der Spiegelreflexkamera abhebt, muss er für Videoaufnahmen oft auf eine Drohne zurückgreifen, da diese in der Luft sehr gut ausbalanciert an einem Ort verharren können. Zudem könne man mit ihr auch Aufnahmen an Stellen bewerkstelligen, an die man mit Ultraleicht-Flieger und Spiegelreflex, der schwierigen Luftströmungen wegen, einfach nicht herankäme.

„Das Hauptproblem ist, dass Jeder so ein Ding kaufen kann und damit machen kann, was er will. Es gibt in Sachen Nutzung für Privatpersonen kaum Einschränkungen, während sich die gewerblichen Nutzer strengen Richtlinien unterziehen müssen“, sagt Bäuerlein.

Unterschiedliche Maßstäbe
Tatsächlich setzt das Luftfahrtamt Nordbayern, das auch für den Landkreis Lichtenfels zuständig ist, bei privaten und gewerblichen Drohnen-Fliegern unterschiedliche Maßstäbe an: gewerbliche Flieger müssen ihre Einsätze der Drohne mit Name, Uhrzeit, Ort, Flugzeit und vielen weiteren Details genau protokollieren und diese Protokolle nicht nur mindestens zwei Jahre lang aufbewahren, sondern auch zu jedem neuen Einsatz mitführen.

Dabei sind Polizei und Luftfahrtamt uneingeschränkt Zugang zur Prüfung der Aufzeichnungen zu gewähren. Auch ist ein gewerblicher Flieger auf 100 Meter Flughöhe beschränkt, „zur Sicherung des bemannten Flugverkehrs“, wie es aus dem Luftfahrtamt Nordbayern heißt. Überraschenderweise gelten diese Regelungen und Beschränkungen nicht für private Flieger: „Die Regelungen gelten nicht unmittelbar für Betreiber, die ausschließlich zum Zweck der Freizeitgestaltung betrieben werden“, heißt es in der Allgemeinverfügung des Luftfahrtamtes. Für die Zulassung einer Drohne unter fünf Kilo Gewicht, muss eine Privatperson zudem keinerlei Nachweise der Eignung erbringen.

„Ich bin für eine Begrenzung der Flughöhe und eine strengere Regelung, aber für alle. Da müssen einheitliche Regeln her, egal ob gewerblich oder privat“, sagt Ingo Bäuerlein. Bisher seien die gewerblichen Nutzer deutlich schlechter gestellt als die privaten und das, obwohl gewerbliche Nutzer sich normalerweise aufgrund der häufigeren und professionellen Nutzung besser mit der Technik und den vorhandenen Bestimmungen befassen würden. „Ich habe vor dem ersten Flug acht Stunden mit der Drohne trainiert und bezweifle, dass das Gros der Privaten sich ähnlich vorbereitet.“ Auch Jürgen Christ, Vorsitzender der Modellfluggruppe Phönix Lichtenfels, kritisiert die fehlenden Regeln für private Drohnenflüge scharf. „Auch wenn es schön ist abzuheben. Es kann nicht sein, dass jeder damit umherfliegt, wie er will. Wir Modellbauer unterwerfen uns strengen Richtlinien und haben jahrelang geübt und das nötige Wissen über die geltenden Flugbestimmungen.“

„Auch wenn es schön ist abzuheben. Es kann nicht sein, dass jeder damit umherfliegt, wie er will.“
Jürgen Christ, Modellfluggruppe „Phönix“
Bei Einsätzen der Polizei oder der Feuerwehr verstehe er die Verwendung von Drohnen vollkommen. Aber Privatpersonen, die nur ein schönes Bild aus der Luft wollen? „Nur weil etwas technisch möglich ist, muss man es nicht machen“, sagt Jürgen Christ. Im Gegensatz zu Unternehmer Ingo Bäuerlein kritisiert Modellflieger Christ aber auch die gewerblichen Drohnen-Nutzer: „Es gibt so einige, die das gewerblich und völlig rücksichtslos nutzen. Und die Behörden? Das ist alles bisher in einem derartigen Graubereich, dass denen eigentlich nie etwas passiert.“

Ein Beispiel dafür sei der kürzlich stattgefundene verbotene Drohnen-Flug über eine Autobahn für einen Zeitungsbericht. „Rechtfertigt das schöne Bild etwa die Folgen eines möglichen Absturzes auf ein mit hoher Geschwindigkeit fahrendes Auto?“ Doch auch beim Marktzeulner Freischießen sei ein Wildflieger mit Drohne unterwegs gewesen, für Nahaufnahmen vom Abschlussfeuerwerk. „Wenn das Ding vom Feuerwerk getroffen wird und einem aus der Höhe auf den Kopf fällt, möchte ich nicht wissen, was für einen Schaden das anrichtet.“

Christ fordert deshalb strengere Regelungen, vor allem für Verkauf und Zulassung. Wie bei einem Jagdschein, so sein Vorschlag, sollen potentielle Käufer von Drohnen ihre Tauglichkeit für die Bedienung und ihre Kenntnis um die gültigen Vorschriften nachweisen. Tatsächlich denkt das Bundesministerium um Verkehrsminister Dobrindt derzeit über strengere Regeln und sogar Zulassungskurse nach. Gelten sollen sie nach bisherigem Stand aber erneut nur für den gewerblichen Gebrauch.


Fränkischer Tag Obermain vom 09.08.2014, S. 9

Der etwas andere Blick aufs Land

Geutenreuth
Das Gleitschirmfliegen ist für Ingo Bäuerlein mehr als nur ein Hobby oder eine Profession, es ist eine Leidenschaft. Über seiner oberfränkischen Heimat ist der 42-Jährige besonders gern unterwegs. Hauptberuflich ist Ingo Bäuerlein Elektromechaniker, nebenbei betreibt er die kleine Firma “ FrankenAir“ , mit der er Luftbilder und Imagefilme vertreibt.
Welche Gedanken gehen einem durch den Kopf, wenn man im Hochsommer mit dem Motorgleitschirm über die fränkische Landschaft fliegt?
Wie schön und vor allem wie vielfältig unsere fränkische Heimat mit ihren Flusstälern, den Sehenswürdigkeiten und den geo grafischen Erhebungen wie z. B. der Fränkischen Schweiz und dem Fichtelgebirge ist.

Gibt es ein besonderes Luftbild von der Region am Obermain, an das Sie immer wieder denken, weil es so schön ist?
Eine meiner schönsten Aufnahmen entstanden an einem sonnigen Herbsttag, als ich über den Anhöhen des Jura flog. Das Plateau des Staffelbergs ragte so gerade noch aus den Wolken, das dahinter liegende Maintal verschwand in einem Nebelmeer.

Welche Jahreszeit oder Tageszeit ist fürs Fotografieren aus der Luft am reizvollsten?
Jede Jahreszeit hat für die Luftbildfotografie ihren besonderen Reiz. Für die Landschaftsaufnahmen eignet sich die Zeit ab Mitte Mai am besten, weil dann die Bäume gerade ausschlagen und die Natur in ihren frischesten Farben zu sehen ist. Weniger reizvoll wird es dann ab Anfang August, wenn die Getreidefelder abgedroschen sind und man dann nur noch monotone braune Ackerflächen vorfindet. Die Mittagszeit eignet sich am besten für die Objektfotografie also Häuser oder Immobilien, da früher oder später am Tag ein unerwünschter Schattenwurf durch die Objekte selber erzeugt wird. Es kann aber durchaus auch reizvoll sein, Landschaftsaufnahmen bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang zu erstellen.

Aus welcher Höhe machen Sie Ihre Aufnahmen?
Je nach Objekt und gewünschten Winkeln der gewünschten Aufnahmen fotografiere ich aus einer Höhe von 150 bis 1000 Metern.

Hatten Sie schon einmal eine brenzlige Situation als Gleitschirmpilot?
In dem Jahr, in dem ich mit dem Gleitschirmfliegen begann, hatte ich eine brenzlige Situation in den französischen Alpen, bei der es mir den Schirm komplett einklappte – verursacht durch starke Scherwinde und Thermik – und ich unkontrolliert auf einen Berggipfel zusteuerte. Das Ganze ging glimpflich aus, da ich den Schirm vor der Kollision stabilisieren konnte.
Gelernt habe ich daraus, dass beim Gleitschirmfliegen der Wind dein bester Freund, aber auch dein schlimmster Feind sein kann. Denn er kann dir auf der einen Seite herrliche Aufwinde bescheren, aber auf der anderen Seite kann er auch gefährliche Turbulenzen erzeugen.
Auch nach einer erfolgreichen Ausbildung sollte man sich aber auf jedem Fall vor dem Flug über die aktuelle Wetter- und Windsituation gründlich informieren und auch während des Fluges auf die sich eventuell ändernde Wettersituation achten.
Was würde Viktor von Scheffel wohl dichten, könnte er den Gottesgarten am Obermain aus dieser Perspektive sehen?
Ein Traum ist es, frei wie ein Vogel zu schweben und unser schönes Frankenland von oben zu erleben!

Welche Ausbildung braucht man, um mit dem Motorgleitschirm fliegen zu dürfen?
Zuerst muss man den Gleitschirmschein (ohne Motor) machen. Dies dauert ca. 14 Tage. Idealerweise ist empfehlenswert, den Schein in den Bergen zu machen. Man kann ihn aber auch bei uns an einer Winde machen.
Anschließend kann man mit der Motorschirmausbildung beginnen. Diese beinhaltet mindestens 30 Starts und Landungen mit dem Motorschirm mit Höhenaufbau, Platzrunde, Landeeinteilung, Landung sowie drei Überlandflüge von jeweils mindestens einer Stunde Dauer oder 30 Kilometer Strecke. Dazu kommen noch 30 Theoriestunden über Luftrecht, Meteorologie und Navigation.

Bitte vollenden Sie diesen Satz: Fliegen ist für mich wie &
& die Freiheit, die man empfindet, wenn man einen Berggipfel erklimmt und anschließend die herrliche Rundumsicht genießen kann. Mit dem Unterschied, dass es nicht ein Gipfel am Tag ist, sondern Hunderte!

Die Fragen stellte
Matthias Einwag .

(c) InFranken – Elektronische Medien GmbH & Co. KG

Ein Adlerauge mit dem Gleitschirm

Matthias Einwag – infranken.de
Kreis Lichtenfels   – http://www.infranken.de/regional/lichtenfels/Das-Adlerauge-mit-dem-Gleitschirm;art220,349420
Als Ingo Bäuerlein vor einigen Tagen durchs Maintal fuhr und die Nebelschwaden um den Staffelberg wabern sah, durch die immer wieder Sonnenstrahlen blitzten, wusste er, dass dieses Wetter wunderbare Fotos bringen würde. Er fuhr heim nach Geutenreuth, schnappte sich seine Gleitschirmausrüstung samt Kamera und startete von Mainleus aus zu einer Fotosafari.
Seit acht Jahren kombiniert der 40-Jährige seine beiden Hobbys, die Fotografie und die Fliegerei. Doch auf einen golde nen Oktobertag wie diesen hatte er bisher warten müssen. Sein erster Eindruck täuschte ihn nicht: Während im Maintal zäher Nebel waberte, war die Sicht über der Nebelbank frei. Gleißendes Sonnenlicht und ein tiefblauer Himmel boten ideales Licht zum Fotografieren.
Eigentlich hatte Ingo Bäuerlein die aus dem Nebel lugenden Türme der Basilika von Vierzehnheiligen aufnehmen wollen. Doch die waren ganz in der grauen Nebelsuppe abgetaucht. Das Hochplateau des Staffelbergs hingegen ragte heraus. Dreimal umkreiste Ingo Bäuerlein mit dem Gleitschirm den Staffelberg – den Rucksackmotor auf dem Rücken, die Kamera um den Hals. „Sowas macht man gezielt“, sagt der hauptberufliche Elektromechaniker, der nebenbei eine kleine Firma „FrankenAir“ betreibt, mit der er Luftbilder und Imagefilme vertreibt. Einen Film über die Stadt Weismain hat er ebenso gedreht wie ein Video „Schönes Oberfranken“. Zu sehen sind die Filme, aber auch viele Hundert Luftbilder, auf seiner Webseite www.frankenair.de im Internet.
Natürlich haben die Leute gewunken, als Ingo Bäuerlein mit seinem Gleitschirm den Staffelberg umkreiste. Doch mit dem Zurückwinken sei das nicht so einfach, denn er könne nicht jeden zurückgrüßen, weil er als Pilot und Fotograf in einer Person alle Hände voll zu tun habe.
„Für mich gibt’s kein schöneres Hobby“, schwärmt Ingo Bäuerlein vom Gleitschirmfliegen 150 bis 1700 Metern über der Erde. Die Zweifel, die er in der Anfangszeit vor dem Aufsteigen hatte, sind im wahrsten Sinn verflogen. „Am Anfang war das schon ein gewöhnungsbedürftiges Gefühle“, gibt er zu. „Früher machte ich mir schon Gedanken vor jedem Flug, jetzt freue ich mich nur noch darauf.“
Unterschätzen dürfe man die Naturgewalten freilich nicht. „80 Prozent der Gleitschirmfliegerei besteht aus Wetterkunde“, erklärt Ingo Bäuerlein. Einem Gewitter, das mit 100 km/h auf den Gleitschirmflieger zukommen, könne er nicht ausweichen, denn der komme mit 40, maximal mit 50 km/h voran.
Den Respekt vor dem Wetter dürfe man nicht verlieren. Es gebe langjährige Piloten, sagt er, die nicht selber entscheiden, ob sie aufsteigen, sondern die sich von Meteorologen oder Flugschulen beraten lassen. So gehe der Pilot auf Nummer Sicher.
„Es gibt viele schöne Situationen da oben“, antwortet er auf die Frage nach einem besonderen Erlebnis. „Das Schönste ist für mich, gemeinsam mit einem Greifvogel zu kreisen – 50 Prozent hauen zwar ab, wenn ich mich nähere, aber manche lassen sich von ihrem Thermikbart nicht vertreiben.“
Eines hat Ingo Bäuerlein dem Greif jedoch voraus: Mit seinem Adlerauge Marke Canon erspäht er nicht nur tolle Motive, er kann sie auch festhalten. Weitere Bilder im Internet unter

Wie ein Vogel über dem Maintal

Ingo Bäuerlein fotografiert vom Gleitschirm aus – Vernissage der KIS-Ausstellung am 24. Mai
Ingo Bäuerlein.

Schwebend auf das Obermaintal und die Fränkische Schweiz herabschauen, dieses Hochgefühl genießt Ingo Bäuerlein mit seinem Gleitschirm zu jeder Jahreszeit. Doch nicht genug damit, dass er sich selbst an den wundervollen Impressionen, vom Morgennebel, aus dem der Staffelberg hervorspitzt, bis zu farbenfrohen Mosaiken der Felder, aus denen die Landschaft sich zusammensetzt, erfreut. Er hält diese flüchtigen Momente auch mit seiner Kamera fest.
Eine Auswahl seiner eindrucksvollen Werke zeigt der Geutenreuther demnächst im historischen Ensemble Alte Darre/Stadtturm in der Bamberger Straße in Bad Staffelstein. Am Freitag, 24. Mai, um 19.30 Uhr ist die Vernissage. Gemeinsam mit der Kulturinitiative Bad Staffelstein hat er in den vergangenen Wochen die Ausstellung vorbereitet.
Staffelberg im Nebel
„Ich habe Ingo Bäuerlein im vergangenen Herbst auf dem Staffelberg beim Gleitschirm fliegen beobachtet, diese zufälligen Begegnung war der erste Schritt auf dem Weg zur Ausstellung“, erzählt Rosi Jörig vom KIS-Arbeitskreis Kunst. Sie erinnert sich noch an den Tag, an dem der Nebel im Tal hing, das Felsplateau aber im strahlenden Sonnenschein lag. Sie hat den Kontakt geknüpft, jetzt hängen rund 50 großformatige Fotografien, die Motive aus der Bad Staffelsteiner Umgebung und aus Oberfranken zeigen, im KIS–Domizil und erwarten die Besucher. Auch die Aufnahmen vom Staffelberg über dem Nebelmeer, die an fraglichem Tag entstanden sind. Damals wollte Ingo Bäuerlein eigentlich Vierzehnheiligen ins Visier nehmen, doch nicht einmal die Spitzen der Kirchtürme schauten heraus. Umso größer die Freude über den Anblick des benachbarten Berges.
Unabhängig und flexibel
Ingo Bäuerlein fliegt seit 18 Jahren, hat die Technik erst mit einem „normalen“ Gleitschirm gelernt und ist dann auf den Motorgleitschirm umgestiegen. „Der Motor macht mich unabhängig von der Thermik“, erklärt der 41-jährige Elektromechaniker. Er braucht keinen Hang zum Starten und keine Winde, die den Gleitschirm hochzieht, nur eine Wiese. „30 mal 30 Meter groß, das würde schon reichen, um sicher zu landen.“ Für Start und Landung hat er, wie es Vorschrift ist, einen eigenen Flugplatz, angemeldet beim Flugamt, eine Wiese nahe Mainleus. Dort beginnt er seine Fotosafaris und dort enden sie wieder.
Mit dem Spritvorrat an Bord kann er eine Strecke von 100 Kilometern zurücklegen oder zwei Stunden durch die Luft schweben. Immer dabei ist die Canon 5D Mark II.
Hat er den Start, der sehr viel Feingefühl erfordert, geschafft, kann er seinen Ultraleicht-Gleitschirm mit einer Hand steuern und sich auf die Motivsuche begeben.
„Der Gleitschirm ist ideal
zum Fotografieren von
weitwinkligen Aufnahmen,
hier stört kein Propeller, kein Flügel und keine Strebe.“
Ingo Bäuerlein Amateurfotograf
„Der Gleitschirm ist ideal zum Fotografieren von weitwinkligen Aufnahmen, hier stört kein Propeller, kein Flügel und keine Strebe“, schwärmt er. Keine Scheibe behindert die Aussicht, wenn er auf den Auslöser drückt.
Jetzt, wenn alles grünt und blüht, beginnt die Hochsaison für den Amateurfotografen. Die kleinteilige Landschaft mit ihren Bergen, Tälern, Bächen am Obermain und in der Fränkischen Schweiz bietet immer wieder neue Motive. Wobei das Fliegen im Herbst entspannter ist, dann ist die Thermik ruhiger, die Luftschichten sind ausgeglichener. Und mit der Farbenpracht steht der Herbst dem Frühling in nichts nach.
Nur im Winter, da dauern seine Ausflüge höchstens eine halbe Stunde, denn „dann wird es richtig kalt“. Doch längere Zeit aussetzen mit dem Fliegen, das kommt für Ingo Bäuerlein nicht in Frage. Auch in der frostigen Jahreszeit heißt es für ihn mindestens einmal im Monat: „Über den Wolken…“
Die Eröffnung der Ausstellung „Mit Motor- und Gleitschirm über unserer Heimat“ ist am Freitag, 24. Mai, um 19.30 Uhr. Die Fotos können dann bis Sonntag, 23. Juni, in der Alte Darre und im Stadtturm besichtigt werden, und zwar immer donnerstags, samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr. Weitere Infos, etwa ein Video über Oberfranken erstellt aus den Luftaufnahmen, gibt es unter www.frankenair.de/video.html.
Von unserem Redaktionsmitglied
Birgid Röder – Obermain Tagblatt

Fränkischer Tag Obermain vom 23.04.2012, S. 11

Lokales

Obermain

Städtchen in neun Minuten

Stefan Lutter
Weismain
Fotos von Marktplatz, Kleinziegenfelder Tal und Görauer Anger gibt es in hundertfacher Ausführung. Doch bisher kam noch keiner auf die Idee, die Sehenswürdigkeiten des Stadtgebietes in bewegten Bildern einzufangen, um sie einem großen Publikum zu präsentieren: Ingo Bäuerlein aus Geutenreuth hat einen Imagefilm über Weismain gedreht, der auf der städtischen Internetseite abgerufen werden kann.
Das Rauschen der Wassers am Wehr, Radfahrer und Wanderer in Bewegung an der Weismain und auf dem Kalkberg, Musikanten beim Schützenfestzug, Gras kauende Ziegen an den Wacholderhängen bei Kleinziegenfeld – untermalt von Musik und Ehefrau Alexandra Bäuerlein als Sprecherin, die von Historie und Gegenwart des Städtchens berichtet, spielt der Werbefilm die optischen und akustischen Stärken des Mediums aus.
Der filmische Streifzug lässt keine Sehenswürdigkeit in Weismain und Umgebung aus, zeigt Stadtmauer, Kirchen und Kapellen eben sowie Tiere, Mühlen und Landschaften. Da auch die Freizeitmöglichkeiten und die Gastronomie behandelt werden, kommen Kletterer im Kleinziegenfelder Tal, die Nachwuchskicker des SCW Obermain, Biergärten und Restaurants nicht zu kurz. Sogar einen Blick vom Kordigast kann der Betrachter am Computer genießen.

So viele Eindrücke wie möglich
„Es war schon ein schönes Stück Arbeit“, räumt Ingo Bäuerlein ein. Schließlich wollte der Hobby-Filmemacher in neun Minuten Spieldauer so viele Eindrücke und Informationen wie möglich packen und gleichzeitig „Weismain von seiner besten Seite zeigen“. Wetter, Lichteinfall und das Vorhandensein von „Komparsen“, zumeist aus seinem Freundes- und Bekanntenkreis, spielten eine große Rolle. Deshalb hat es auch ein halbes Jahr gedauert, bis alle Szenen im Kasten waren.
Hinzu kam wochenlanges Tüfteln in der Freizeit, um die Sequenzen zu schneiden und mit einem spielerischen Soundtrack zu versehen, den er größtenteils per Software selbst komponiert hat. Zu Beginn des Projekts sei ihm gar nicht bewusst gewesen, „dass Weismain so viel Material zu bieten hat“, verrät er. Seinen Plan, auch die Industrie zu beleuchten, ließ Bäuerlein wieder fallen, weil der Film sonst zu lange gedauert hätte.
Dass Bäuerlein kein Anfänger in punkto Blickwinkel und Fototechnik ist, fällt anhand einiger Zooms, Zeitraffer-Aufnahmen und dem Spiel mit der Tiefenschärfe sofort auf. Seit etwa zehn Jahren ist er bekannt für prächtige Luftbilder und besitzt die entsprechende Ausrüstung – für den Film verwendete er neben einer Videokamera auch die Videofunktion seiner Spiegelreflexkamera. Daneben drehte der 39-Jährige bereits einen Oberfranken-Film, der auf der Bad Staffelsteiner Seebühne gezeigt wurde, und er gehört dem Arbeitskreis zur Neugestaltung der Weismainer Stadthomepage an, auf der seine 360-Grad-Panoramafotos abrufbar sind.
Der Film ist nun ebenfalls auf www.stadt-weismain.de zu sehen. Bürgermeister Udo Dauer (CSU), der im Film das Schlusswort spricht, zeigte sich begeistert. Da das Video weltweit erreichbar sei, sprach er von einer „faszinierenden digitalen Visitenkarte für unser Städtchen“.
Der Film würde Touristen einen Besuch des Städtchens schmackhaft machen. Dauer bedankte sich bei dem Filmemacher für ein „großartiges Zeichen bürgerschaftlichen Engagements“. Angesichts der angespannten Haushaltslage hätte es sich die Stadt niemals leisten können, einen Werbefilm in dieser Qualität in Auftrag zu geben.

(c) InFranken – Elektronische Medien GmbH & Co. KG

LICHTENFELS

Gemeinschaftsausstellung zweier Landschaftsfotografen

Eine tolle Gemeinschaftsausstellung zweier Landschaftsfotografen ist vom 23. bis 28. Juli im Lichtenfelser Stadtschloss zu sehen. Unter dem Titel „Von Franken bis Frankreich“ zeigt Anthony Ith aus der Lichtenfelser Partnerstadt Cournon vorwiegend großformatige Panoramafotos aus der Auvergne und dem Oberen Maintal. Weitere Motive von ihm sind Städte, Architektur, Deutschland. „Oberfranken aus der Luft“ heißt die Ausstellung des Piloten und Fotografen Ingo Bäuerlein aus Geutenreuth bei Weismain. Er zeigt hochwertige Luftbildaufnahmen mit höchster Detailgenauigkeit von Landschaften und Orten um Lichtenfels, die aus dem Motor-Gleitschirm, dem Ultraleichtflugzeug oder aus dem Hubschrauber heraus fotografiert worden sind. Die Vernissage zu der bemerkenswerten Ausstellung findet am Montag, 22. Juli, um 19 Uhr statt. Die Öffnungszeiten sind Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag, jeweils von 14 bis 17 Uhr, am Donnerstag von 17 bis 20 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr.
Foto: Ingo Bäuerlein
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Eine tolle Gemeinschaftsausstellung zweier Landschaftsfotografen ist vom 23. bis 28. Juli im Lichtenfelser Stadtschloss zu sehen. Unter dem Titel „Von Franken bis Frankreich“ zeigt Anthony Ith aus der Lichtenfelser Partnerstadt Cournon vorwiegend großformatige Panoramafotos aus der Auvergne und dem Oberen Maintal. Weitere Motive von ihm sind Städte, Architektur, Deutschland. „Oberfranken aus der Luft“ heißt die Ausstellung des Piloten und Fotografen Ingo Bäuerlein aus Geutenreuth bei Weismain. Er zeigt hochwertige Luftbildaufnahmen mit höchster Detailgenauigkeit von Landschaften und Orten um Lichtenfels, die aus dem Motor-Gleitschirm, dem Ultraleichtflugzeug oder aus dem Hubschrauber heraus fotografiert worden sind. Die Vernissage zu der bemerkenswerten Ausstellung findet am Montag, 22. Juli, um 19 Uhr statt. Die Öffnungszeiten sind Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag, jeweils von 14 bis 17 Uhr, am Donnerstag von 17 bis 20 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

Bilder Wattenmeer

Weltnaturerbe Wattenmeer von Oben

Luftaufnahmen Luftbild

Luftaufnahmen Luftbild